Konzert zum Gedenken an die Opfer des Holocaust

Das Rumänische Kulturinstitut Wien lädt Sie am Freitag, den 30. Januar 2026, um 18.30 Uhr in den Bösendorfer Salon in Wien zu einem Gedenkkonzert zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ein. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein „Iancu Țucărman și Maria Popa” organisiert und soll den Opfern antisemitischer Verfolgungen sowie all jenen gedenken, die durch Musik die Erinnerung und die Menschenwürde bewahren.

Die Hauptdarsteller des Konzerts sind Mihaela Manea (Klavier) und Arnold Plankensteiner (Klarinette), Künstler mit einer bemerkenswerten Karriere auf internationalen Bühnen, die für ihre interpretatorische Sensibilität und technische Virtuosität bekannt sind. Das Programm des Abends bietet eine musikalische Reise zwischen Introspektion, Melancholie und Hoffnung, wobei der Dialog zwischen Klavier und Klarinette zu einer Sprache der Erinnerung wird. Im Mittelpunkt steht die Interpretation des Werks Sonorități și gladiole multicolore III (Klänge und bunte Gladiolen III) von Ulpiu Vlad, das Iancu Țucărman gewidmet ist, einem Überlebenden des Pogroms von Iași und Zeugen des Holocausts in Rumänien.

Musikprogramm:

  • Robert Schumann – Fantasiestücke, op. 73
  • Bohuslav Martinů – Sonatine für Klarinette und Klavier, H. 356
  • Johannes Brahms – Sonate für Klarinette und Klavier, op. 120 Nr. 1
  • Ulpiu Vlad – Sonorități și gladiole multicolore III, gewidmet Iancu Țucărman

Die Veranstaltung ist eine Plattform zur Förderung der rumänischen Kultur und der humanistischen Werte auf internationaler Ebene und stärkt die Rolle der Musik als universelle Sprache der Erinnerung und Reflexion.

Mihaela Manea wurde 1996 geboren und nahm bereits im Alter von 6 Jahren Klavierunterricht. Sie studierte von 2015 bis 2022 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Professor Stefan Arnold und schloss sowohl ihr Bachelorstudium 2019 als auch ihr Masterstudium 2022 mit Auszeichnung ab. Von 2022 bis 2024 studierte sie bei Professor Markus Schirmer an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Derzeit setzt sie ihr Studium bei Professor Avedis Kouyoumdjian an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fort und ist gleichzeitig Doktorandin an der Nationalen Musikuniversität in Bukarest unter der Leitung von Prof. Dr. Dana Borșan. Von 2011 bis 2021 war sie Stipendiatin der Stiftung „Martin und Adriana Sternin”, 2016 erhielt sie das Stipendium der Beethoven-Gesellschaft Wien, 2018 das Stipendium der Martha Sobotka Janeczcek-Stiftung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und 2023 wurde sie mit dem Stipendium für außergewöhnliche Leistungen der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ausgezeichnet. Im November 2018 debütiert sie im Musikverein, im Gläsernen Saal – zur Eröffnung der Reihe TastenLauf 2018/2019, und im Dezember 2019 debütiert sie im Großen Saal des Bukarester Athenäums zusammen mit dem Dirigenten Horia Andreescu und dem Philharmonischen Orchester „George Enescu”. Seit September 2023 ist Mihaela Manea Professorin für Klavier am Johann Joseph Fux Konservatorium in Graz, Österreich.

Ayaka Matsudomi wurde 1994 in Yamaguchi, Japan, geboren und begann 2009 mit Privatunterricht bei Rie Sasaki. Ab 2011 besuchte sie die Klarinettenklasse von Kaori Sakaemura und studierte von 2013 bis 2014 Klarinette als Konzertfach an der Musashino Music Academy in Tokio bei Masashi Togame. 2013 erhielt sie ein Stipendium der Akademie und setzte ihr Studium der Konzertklarinette an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Ernst Ottensamer und Christoph Moser fort. Als Solistin gab sie zahlreiche Konzerte in Europa und Japan.

Iancu Țucărman war ein Überlebender des Pogroms von Iași im Juni 1941 und einer der wichtigsten Zeugen des Holocausts in Rumänien. Er wurde in eine jüdische Familie in Iași geboren und erlebte die antisemitischen Gewalttaten während des Zweiten Weltkriegs hautnah mit, eine Erfahrung, die sein Leben und seinen weiteren Werdegang tief geprägt hat.

Der Kulturverein „Iancu Țucărman și Maria Popa” hat sich zum Ziel gesetzt, das historische Gedächtnis, humanistische Werte und den interkulturellen Dialog durch kulturelle, pädagogische und künstlerische Projekte zu fördern, die der Bewahrung der Erinnerung an den Holocaust und der Bekämpfung des Antisemitismus gewidmet sind. Der Verein trägt den Namen von Iancu Țucărman, einem Überlebenden des Pogroms von Iași und Zeugen der antisemitischen Verfolgungen in Rumänien, und engagiert sich für Initiativen, die das historische Zeugnis wertschätzen und es durch Kultur und Kunst an die neuen Generationen weitergeben.

Partner: Kulturverein „Iancu Țucărman și Maria Popa”, Bösendorfer Salon

Der Eintritt ist frei.

Anmeldung HIER.