Vom 16. bis 22. Mai 2024 findet die 18. Ausgabe der ethnocineca - International Documentary Film Festival Viennastatt, in dessen Rahmen Dokumentarfilme und ethnographische Filme gezeigt werden. Die Filme zeigen ein vielfältiges Spektrum an Erzählformen und Ausdrucksmitteln und greifen gesellschaftspolitische Themen und aktuelle Fragestellungen auf.
Ethnocineca ist das größte österreichische Filmfestival, das
ausschließlich Dokumentarfilmen und ethnographischen Filmen gewidmet ist. Das
8-tägige Festival, das seinen Sitz im Votiv Kino & De France hat, ist seit
2007 ein fester Bestandteil des österreichischen und internationalen
Filmfestivalkalenders. Das Programm enthält 50 brandneue Kurzfilme und
Spielfilme. In diesen fünf Wettbewerbssektionen werden zentrale Themen
aufgegriffen und ein Einblick in die Entwicklung des zeitgenössischen
Dokumentarfilms ermöglicht: Der International Documentary Award (IDA) prämiert
den besten internationalen Dokumentarfilm in Spielfilmlänge, während sein
Pendant, der Austrian Documentary Award (ADA), den besten österreichischen
Dokumentarfilm in Spielfilmlänge unter allen eingereichten Filmen auszeichnet.
Der Excellence in Visual Anthropology Award (EVA) fördert ethnographische Filme
und demzufolge auch das Festivalssegment, das bereits von Anfang an im
Mittelpunkt des Interesses stand. Der International Shorts Award (ISA), ein
Publikumspreis, ist eine Würdigung des komplexen und lebendigen Genres des
Kurzfilms. Nicht zuletzt unterstützt ethnocineca als Verein zur Förderung der
audiovisuellen Kultur - neben dem jährlichen 10-tägigen Filmworkshop im Vorfeld
des Festivals - den Ethnocineca Student Shorts Award (ESSA) als deutliches
Zeichen für Nachwuchsförderung.
Die Festivalausgabe 2024 beinhaltet die österreichisch-rumänische Koproduktion Mâine Mă Duc, Regie: Maria Lisa Pichler und Lukas Schöffel, 2024, Österreich, Rumänien, 75 ', nominiert für den Austrian Documentary Award bei der ethnocineca.
Zusammenfassung: MÂINE MĂ DUC – TOMORROW I LEAVE
ADA Nominee
Lukas Schöffel, Maria Lisa Pichler | Österreich, Rumänien 2024 | 75 Min.
Rumänisch, Deutsch mit engl. Untertiteln
Maria arbeitet als 24-Stunden-Betreuerin bei einer Seniorin in Österreich. Sie pendelt zwischen ihrer rumänischen Heimat und ihrem Arbeitsplatz, die eigene Familie sieht sie mehrere Wochen nicht. Allein für die Fahrt von Rumänien zu ihrem Arbeitsort braucht sie zwei Tage. Zwischen Familie und Arbeit in anderen europäischen Ländern zerrissen zu sein, kennen viele in ihrem Heimatort. Doch der starke Wunsch, der eigenen Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, ist Antrieb, sich morgen wieder ins Auto zu setzen.
Lukas Schöffel und Maria Lisa Pichler erzählen in MÂINE MĂ DUC in einem empathischen Portrait von den Bruchstellen im System und davon, dass Österreich die ausländischen Pflegekräfte viel mehr braucht, als sie uns, wie Maria sagt.
20.05. | 17 Uhr
Votiv Kino, Gr. Saal
In Anwesenheit von Lukas Schöffel und Maria Lisa Pichler.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Sujet 2024 DAUGHTER OF GENGHIS © Kristoffer Poulsen & Christian Als, 2024