BrâncuSING in Wien

Das Rumänische Kulturinstitut Wien lädt Sie in Zusammenarbeit mit der Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich am Mittwoch, dem 26. März, um 19:00 Uhr, zu der Musikveranstaltung „BrâncuSING” ein.

Es handelt sich um ein interdisziplinäres Musikprojekt zum 150. Geburtstag von Constantin Brâncuși, bei dem skulpturale Ideen in Klangsprache umgesetzt werden.

Die Veranstaltung besteht aus einem Konzert der Sopranistin Rodica Vică und der Pianistin Angela Drăghicescu, begleitet von Präsentationen über Lieder, die von Brâncușis Werk inspiriert sind, über die Beziehung zwischen Constantin Brâncuși und dem Komponisten Erik Satie und über die Sammlung von über 200 Schallplatten von Constantin Brâncuși, präsentiert von der Kuratorin Doina Lemny. Das Projekt basiert auf einer gemeinsam mit Doïna Lemny durchgeführten Forschungsarbeit und wird durch Konzert-Talk-Formate und Multimedia-Projektionen ergänzt.

Das Repertoire umfasst die Uraufführungen der Liedzyklen, die speziell für BrâncuSING komponiert wurden: Sabina Ulubeanu – Liederzyklus inspiriert von „Peștele", „Măiastra“, „Vrăjitoarea“ und Radu Mihalache – Liederzyklus inspiriert von „Pasărea în văzduh“, „Primul țipăt“, „Masa tăcerii“, zusammen mit Werken von Igor Stravinsky (Piano-Rag-Music), George Enescu (Le Galop, Du conflit en douleur), Erik Satie (La Statue de bronze, Les Oiseaux, Gnossienne Nr. 1), George Gershwin (Summertime), Anton Pann (Până când nu te iubeam) und Agustín Lara (Granada).

Rodica Vică ist eine der vielseitigsten und bekanntesten Stimmen ihrer Generation und hat eine aktive internationale Karriere auf Opern- und Konzertbühnen in Europa und darüber hinaus. Sie debütierte 2010 auf der Bühne der Nationaloper Bukarest in den Rollen der Königin der Nacht in Die Zauberflöte und Donna Anna in Don Giovanni von W. A. Mozart. Sein Repertoire umfasst ein breites Spektrum, von Barockoper und italienischem Belcanto bis hin zu vokalsinfonischer Musik, Liedern und zeitgenössischen Kompositionen. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter der erste Preis beim Internationalen Barockmusikwettbewerb „La Stravaganza” in Cluj-Napoca und der zweite Preis beim Wettbewerb des rumänischen Rundfunks „Drumul spre celebritate” (Der Weg zum Ruhm). Zu den jüngsten Höhepunkten ihrer Tätigkeit zählen die Weltpremiere des Oratoriums Strigoii von George Enescu im Konzerthaus Berlin zusammen mit dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Gabriel Bebeșelea, Konzerte und Aufführungen im Müpa Budapest, im Teatro La Fenice, beim Barockfestival in Varaždin und die Aufführung der Matthäus-Passion von J. S. Bach im Ateneul Român unter der Leitung von Cristian Măcelaru. Ihre Diskografie umfasst die Weltpremiere des Oratoriums Strigoii (Capriccio) und das Album Stars in the Sky, das im Wiener Musikverein veröffentlicht wurde. Über ihre Bühnenarbeit hinaus ist Rodica Vică Initiatorin interdisziplinärer Projekte, die den Dialog zwischen Musik, Identität und kulturellem Gedächtnis erforschen.

Angela Drăghicescu ist Pianistin, Lehrerin und engagierte Förderin der Kammermusik mit einer internationalen Karriere, die interpretatorische und pädagogische Tätigkeit auf höchstem Niveau verbindet. Seit 2019 ist sie Professorin für Kammermusik an der University of Delaware (USA) und außerordentliche Professorin an der Juilliard School in New York, wo sie eng mit Instrumentalstudenten zusammenarbeitet, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Kammermusikrepertoire und den Sonaten von George Enescu, die sie ständig fördert. Angela Drăghicescu wird regelmäßig als Dozentin und Interpretin zu internationalen Festivals und Akademien eingeladen, darunter das Rocky Ridge Music Center, die Interlochen Summer Arts Academy, das Seattle Conservatory of Music oder das Starling-DeLay Symposium an der Juilliard School. Im Laufe ihrer Karriere war sie offizielle Pianistin bei bedeutenden internationalen Wettbewerben, darunter dem Internationalen George-Enescu-Wettbewerb, dem Tschaikowski-Wettbewerb und dem Königin-Elisabeth-Wettbewerb.

Doina Lemny ist Kunsthistorikerin und Kuratorin, Spezialistin für das Werk von Constantin Brâncuși und hat einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung und Förderung des Erbes des rumänischen Bildhauers geleistet. Sie arbeitete über zwei Jahrzehnte lang im Centre Pompidou in Paris, wo sie das Atelier Brâncuși leitete und zahlreiche Ausstellungen und Referenzpublikationen kuratierte. Ihre Forschungen brachten weniger bekannte Aspekte des Lebens und Werks von Brâncuși ans Licht, darunter seine Leidenschaft für Musik und seine Sammlung von über 200 Schallplatten, die die tiefen Verbindungen zwischen seiner skulpturalen Vision und dem Universum der Klänge widerspiegeln. Durch ihre Arbeit hat Doina Lemny entscheidend zum Verständnis des kulturellen und künstlerischen Kontexts beigetragen, in dem Brâncuși sein Werk entwickelt hat, indem sie seine Beziehungen zu KomponistInnen und MusikerInnen seiner Zeit, darunter Erik Satie, hervorhob.

Die BrâncuSING-Tournee wird von InoMusicArt organisiert, einem Kulturverein, der sich der Transformation der Musik durch Innovation, Offenheit und den Wunsch, der Kunstwelt neuen Schwung zu verleihen, verschrieben hat. Die Tournee wird in Zusammenarbeit mit über 20 rumänischen Kulturinstituten, Botschaften und internationalen Kulturinstitutionen organisiert.

Partner: Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich, Verein InoMusicArt

Das Projekt finanziert vom Nationalen Kulturfond in Rumänien.

Der Eintritt ist frei.

Wir bitten darum, Ihre Teilnahme per E-Mail an uawg(at)rkiwien.at anzumelden.