Constantin Brâncuși – große Retrospektive in der Neue Nationalgalerie, Berlin

Vom 20. März bis zum 9. August 2026 präsentiert die Neue Nationalgalerie eine umfassende Brâncuși-Retrospektive – eine der bedeutendsten Ausstellungen zu diesem Künstler, die in den letzten Jahrzehnten in Deutschland gezeigt wurden. Die Ausstellung versammelt mehr als 150 Skulpturen, Fotografien, Filme und Archivdokumente aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, des Präsidenten der Französischen Republik Emmanuel Macron sowie des Präsidenten Rumäniens Nicușor Dan. Damit wird die europäische Dimension des Projekts unterstrichen. Zu den Projektpartnern gehören die Botschaft Rumäniens in der Bundesrepublik Deutschland sowie das Rumänische Kulturinstitut „Titu Maiorescu“ in Berlin.

Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in Brâncușis künstlerisches Werk – von seinen frühen Arbeiten bis zu seinem reifen Werk – und präsentiert ikonische Werke wie La Muse endormie (1910) und Le Coq (1935). Ein zentrales Element der Ausstellung ist eine Teilrekonstruktion des Pariser Ateliers von Brâncuși, dessen Ensemble heute in der Sammlung des Centre Pompidou bewahrt wird. Diese Installation ermöglicht dem Publikum einen seltenen Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers und zeigt, wie Skulpturen, Sockel und Objekte miteinander in Beziehung standen.

Die Ausstellung umfasst außerdem Objekte aus rumänischen Museumssammlungen, darunter dem Nationalen Kunstmuseum von Rumänien (Muzeul Național de Artă al României) und dem Nationalmuseum des Rumänischen Bauern (Muzeul Național al Țăranului Român). So wird die Verbindung zwischen dem rumänischen Kulturerbe und der internationalen Rezeption von Brâncușis Werk sichtbar.

Den Auftakt bildet eine Veranstaltung am 25. März 2026 in der Botschaft Rumäniens in der Bundesrepublik Deutschland. Das Rumänische Kulturinstitut „Titu Maiorescu“ in Berlin organisiert gemeinsam mit der Botschaft Rumäniens, der Neuen Nationalgalerie und der französischen Botschaft in Deutschland das Projekt „Brâncuși 150 – Die Ruhe der Form“, das die Beziehung zwischen Kunst, Musik und europäischem Modernismus thematisiert. Auf dem Programm stehen ein Vortrag der Kunsthistorikerin Doina Lemny, die Eröffnung der Fotoausstellung „Brâncuși monumental – Târgu Jiu“ sowie ein Klavierrezital der Pianistin Mara Dobresco. Die Veranstaltung markiert zugleich den Auftakt des begleitenden Kulturprogramms zur Retrospektive.

Begleitend zur Ausstellung organisiert das Rumänische Kulturinstitut über seine Berliner Vertretung „Titu Maiorescu“ eine Reihe von Vorträgen und Diskussionen, die zwischen April und Juli 2026 in der Neuen Nationalgalerie stattfinden. Die Reihe versammelt internationale Kunsthistoriker:innen, Kurator:innen und Wissenschaftler:innen und widmet sich dem Einfluss von Constantin Brâncuși auf die Kunst des 20. Jahrhunderts sowie dem Dialog zwischen Skulptur, Fotografie und Architektur. Ergänzt wird das Programm durch künstlerische und interdisziplinäre Veranstaltungen, die der Welt Brâncușis gewidmet sind.

Anlässlich des 150. Geburtstags von Constantin Brâncuși bietet diese Ausstellung einen besonderen Anlass, sein Werk zu würdigen und den europäischen Dialog über sein künstlerisches Erbe neu zu beleben. In Rumänien wurde das Jahr 2026 offiziell zum „Brâncuși-Jahr“ erklärt.