Das Rumänische Kulturinstitut Wien und die Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich laden Sie am Donnerstag, den 15. Januar, um 19.30 Uhr in den Großen Saal des ORF RadioKulturhaus zum Klavierkonzert von Adela Liculescu anlässlich des Tages der Rumänischen Kultur ein, der ersten großen Veranstaltung des Jahres, die der Förderung der rumänischen Musik auf internationaler Ebene gewidmet ist.
Zu diesem Anlass präsentiert die Pianistin Adela Liculescu ein Programm, das der rumänischen Musik gewidmet ist und ein breites Spektrum des einheimischen Schaffens für Klavier abdeckt. Das Konzert beginnt und endet mit zwei bedeutenden Werken von George Enescu: die Suite op. 10 für Klavier, das wohl bekannteste Klavierwerk des Komponisten, das während seines Studiums in Paris entstand und 1903 beim Kompositionswettbewerb der Zeitschrift Musicamit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, und die Rumänische Rhapsodie Nr. 1 in der von George Enescu selbst angefertigten Transkription für Soloklavier. Obwohl die Originalfassung für Orchester viel bekannter ist und häufiger aufgeführt wird, wird die Transkription für Klavier nur selten gespielt, vor allem wegen des extrem hohen virtuosen Anspruchs, den sie stellt.
Im mittleren Teil des Konzertabends präsentiert Adela Liculescu weniger bekannte, aber nicht minder wertvolle Klavierstücke rumänischer Komponisten, die vor allem außerhalb des Landes noch zu wenig Beachtung finden: Carl Filtsch, Chopins Lieblingsschüler, Tudor Dumitrescu, ein weiteres Wunderkind aus Rumänien, und Nicolae Kirculescu, bekannt für seine Filmmusik und die Titelmelodie der Fernsehsendung „Teleenciclopedia”. Ihre Stücke werden ergänzt durch ein besonderes Werk von Paul Constantinescu, einem der geschätztesten rumänischen Komponisten des letzten Jahrhunderts.
Adela Liculescu ist eine in Wien lebende rumänische Pianistin, die als eine der herausragendsten Musikerinnen ihrer Generation gilt und international sowohl als Solistin als auch als Kammermusikpartnerin und Kunstforscherin geschätzt wird. Sie ist die einzige Pianistin, die beide internationalen Brahms-Wettbewerbe (Pörtschach und Detmold, beide 2017) gewonnen hat und wichtige Auszeichnungen wie den ersten Preis beim Prix du Piano Bern (2018), dem Bösendorfer-Wettbewerb in Wien (2015) sowie Preise beim „George Enescu”-Wettbewerb in Bukarest (2021) und beim „Beethoven”-Wettbewerb in Wien (2013). Sie konzertierte in renommierten Sälen wie dem Musikverein und dem Konzerthaus Wien, der Berliner Philharmonie, dem Gasteig München, dem Mozarteum Salzburg, St. Martin-in-the-Fields London und in zahlreichen Städten in Europa, Asien und Amerika. Sie ist Pianistin des Ensembles Philharmonic Five (mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker), mit dem sie drei Konzerte pro Jahr im Wiener Konzerthaus gibt, und wirkte bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2021 und beim Film in der Pause des Neujahrskonzerts 2023 der Wiener Philharmoniker mit. Sie schloss ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien mit Auszeichnung ab und promovierte 2024 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz mit einer Forschungsarbeit über die Virtuosität bei Liszt, für die sie 2025 den Staatspreis der Republik Österreich erhielt. Seit 2024 unterrichtet sie Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und ist seit 2018 offizielle Bösendorfer-Künstlerin.
Der Eintritt zum Konzert ist frei, jedoch ist eine vorherige Anmeldung unter uawg(at)rkiwien.at erforderlich.