Das Rumänische Kulturinstitut Wien unterstützt die Organisation der Einzelausstellung „ELEGIA” des rumänischen bildenden Künstlers Tudor Ciurescu, die von der VUNU Gallery in ihren Räumlichkeiten in Wien (Florianigasse 5A) organisiert wird. Die Vernissage findet am Donnerstag, dem 27. März, in Anwesenheit des Künstlers statt, und die Ausstellung kann bis zum 25. April besucht werden, dem Tag, an dem auch die Finissage geplant ist.
Die Ausstellung ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in Wien und markiert einen wichtigen Moment in seiner internationalen künstlerischen Laufbahn. Das Projekt vereint Skulpturen und Gemälde, die das „visuelle Leben“ der Autorität untersuchen – die Art und Weise, wie Systeme wie Psychoanalyse, Religion, Wissenschaft und politische Ideologie auch dann noch durch Bilder wirken, wenn ihre Anspruch auf Gewissheit geschwächt ist. Die Ausstellung wurde im Dialog mit der Kultur- und Bildgeschichte Wiens entwickelt und reflektiert über die Figuren und Formate, die die intellektuelle Identität der Stadt prägen. Anstatt diese Referenzen als Kritikobjekte zu behandeln, gehen die Arbeiten mit Verschiebung und formaler Zurückhaltung darauf ein. Die mit Interpretation, Hingabe oder Kontrolle verbundenen Bilder werden in Strukturen neu kontextualisiert, die ihre ursprüngliche Funktion aussetzen, ohne sie vollständig aufzuheben.
In der Ausstellung ELEGIA wird Autorität weder bekräftigt noch zerstört. Sie wird „entweiht“: auf Distanz gehalten, sichtbar gemacht und der Verletzlichkeit ausgesetzt. Die Ausstellung ist eine Elegie, nicht für einzelne Figuren, sondern für Bedeutungssysteme, die visuell und kulturell fortbestehen, auch wenn der Glaube an ihre Erklärungskraft schwindet. Das Projekt wurde im Dialog mit der kulturellen und intellektuellen Geschichte Wiens konzipiert und regt zu einer subtilen Reflexion über Machtmechanismen und visuelles Gedächtnis an, die in einer zeitgenössischen Bildsprache zum Ausdruck kommen, die für ein internationales Publikum zugänglich und relevant ist.
Tudor Ciurescu (geb. 1996, Rumänien) ist ein bildender Künstler, der nach seinem Abschluss an der École Cantonale d'Art de Lausanne derzeit zwischen Lausanne (Schweiz) und Mailand (Italien) lebt. Die Schaffung von Bildern und Objekten steht im Mittelpunkt seiner künstlerischen Praxis, wobei sein Interesse verschiedenen Narrativen wie Kunstgeschichte, Zukunftsparadigmen und dem kollektiven Unterbewusstsein gilt. Von der Komplexität der künstlichen Intelligenz bis hin zur zeitlosen Kunst der Gravur – Tudor Ciurescu überschreitet mit seinem Werk traditionelle Grenzen und nimmt den Betrachter mit auf eine spannende Reise durch die sich ständig weiterentwickelnde Kunstsprache der jungen Generation. Seine akademische Ausbildung in Grafik, Fotografie und Bildhauerei spiegelt sich in der Vielfalt seiner Werke und der verwendeten Medien wider. Seine Kunst wird zu einem lebendigen Wandteppich, der Tradition und Moderne miteinander verwebt und eine zusammenhängende Erzählung schafft, die mit der dynamischen Interaktion zwischen Analog und Digital im Einklang steht. Er nahm an Gruppenausstellungen im Museum für Neue Kunst in Bukarest, im Museum für Zeitgenössische Kunst in Bukarest, im Musée d'Art Romain in Lausanne sowie in verschiedenen Galerien in Lausanne, Bukarest, Amsterdam, Paris, Bratislava und Basel teil.
Die VUNU Gallery Vienna ist ein Raum für zeitgenössische Kunst in Wien, der Teil der internationalen Plattform VUNU Gallery mit Ursprung in der Slowakei ist. Die Galerie fungiert als Plattform zur Förderung zeitgenössischer Kunstpraktiken und aufstrebender KünstlerInnen, mit besonderem Schwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa. Das Programm der Galerie konzentriert sich auf kuratierte Einzel- und Gruppenausstellungsprojekte, die aktuelle Richtungen in der zeitgenössischen bildenden Kunst untersuchen und den Dialog zwischen verschiedenen Medien, Generationen und kulturellen Kontexten anregen. Mit ihrer Tätigkeit möchte die Galerie einen Rahmen für Begegnungen zwischen KünstlerInnen, KuratorInnen und Publikum schaffen und so aktiv zur Dynamik der Wiener Kunstszene und ihrer Vernetzung mit internationalen Kulturnetzwerken beitragen.
Die Anwesenheit des Künstlers bei der Vernissage ermöglicht eine direkte Interaktion mit dem Publikum, Kuratoren, Künstlern und Vertretern der akademischen Welt und trägt zum Austausch von Ideen, zum Aufbau beruflicher Netzwerke und zur Stärkung des interkulturellen Dialogs bei. Das Projekt wird im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit institutionellen Partnern aus der Slowakei und Österreich entwickelt.
Die Ausstellung kann im Zeitraum vom 27. März - 25. April besucht werden.
Partner: VUNU Gallery, Slowakisches Institut in Wien, Slovak Arts Council
Veranstaltungsort: VUNU Gallery Vienna, Florianigasse 5A, 1080 Wien
Mehr Details unter www.vunugallery.com