Konzert zum Gedenken an die Opfer des Holocaust

Das Rumänische Kulturinstitut Wien lädt Sie am Freitag, den 30. Januar 2026, um 18.30 Uhr in den Bösendorfer Salon in Wien zu einem Gedenkkonzert zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ein. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein „Iancu Țucărman și Maria Popa” organisiert und soll den Opfern antisemitischer Verfolgungen sowie all jenen gedenken, die durch Musik die Erinnerung und die Menschenwürde bewahren.

Die Hauptdarsteller des Konzerts sind Mihaela Manea (Klavier) und Arnold Plankensteiner (Klarinette), Künstler mit einer bemerkenswerten Karriere auf internationalen Bühnen, die für ihre interpretatorische Sensibilität und technische Virtuosität bekannt sind. Das Programm des Abends bietet eine musikalische Reise zwischen Introspektion, Melancholie und Hoffnung, wobei der Dialog zwischen Klavier und Klarinette zu einer Sprache der Erinnerung wird. Im Mittelpunkt steht die Interpretation des Werks Sonorități și gladiole multicolore III (Klänge und bunte Gladiolen III) von Ulpiu Vlad, das Iancu Țucărman gewidmet ist, einem Überlebenden des Pogroms von Iași und Zeugen des Holocausts in Rumänien.

Musikprogramm:

  • Robert Schumann – Fantasiestücke, op. 73
  • Bohuslav Martinů – Sonatine für Klarinette und Klavier, H. 356
  • Johannes Brahms – Sonate für Klarinette und Klavier, op. 120 Nr. 1
  • Ulpiu Vlad – Sonorități și gladiole multicolore III, gewidmet Iancu Țucărman

Die Veranstaltung ist eine Plattform zur Förderung der rumänischen Kultur und der humanistischen Werte auf internationaler Ebene und stärkt die Rolle der Musik als universelle Sprache der Erinnerung und Reflexion.

Iancu Țucărman war ein Überlebender des Pogroms von Iași im Juni 1941 und einer der wichtigsten Zeugen des Holocausts in Rumänien. Er wurde in eine jüdische Familie in Iași geboren und erlebte die antisemitischen Gewalttaten während des Zweiten Weltkriegs hautnah mit, eine Erfahrung, die sein Leben und seinen weiteren Werdegang tief geprägt hat.

Der Kulturverein „Iancu Țucărman și Maria Popa” hat sich zum Ziel gesetzt, das historische Gedächtnis, humanistische Werte und den interkulturellen Dialog durch kulturelle, pädagogische und künstlerische Projekte zu fördern, die der Bewahrung der Erinnerung an den Holocaust und der Bekämpfung des Antisemitismus gewidmet sind. Der Verein trägt den Namen von Iancu Țucărman, einem Überlebenden des Pogroms von Iași und Zeugen der antisemitischen Verfolgungen in Rumänien, und engagiert sich für Initiativen, die das historische Zeugnis wertschätzen und es durch Kultur und Kunst an die neuen Generationen weitergeben.

Partner: Kulturverein „Iancu Țucărman și Maria Popa”, Bösendorfer Salon

Der Eintritt ist frei.

Anmeldung HIER.