radiance and reflection

Vernissage

Donnerstag, 7. Mai 2026, 18:00 Uhr

Begrüßung

Andreea Dinca, Direktorin

Rumänisches Kulturinstitut Wien

Ansprache

Dr. Yordanka Weiss, Kuratorin

Sammlung Infeld

Ausstellungsdauer

7. bis 29. Mai 2026


Die in Wien lebende Künstlerin Simina Badea, aus Sibiu/Hermannstadt in Rumänien stammend, vertritt die zeitgenössische weibliche Kunst in einer Form, die zuallererst zum Innehalten einlädt. In der Stille vernimmt man das leise Säuseln, den zarten Puls der uns umgeben-den Schönheit, der uns als Brücke zur inneren Welt dient. Der Be-trachter wird nicht durch den „Tagesdonner“ zum Eintreten in den Dialog mit seiner Umgebung eingeladen, sondern durch die Poesie des Unmerklichen, die von einem Netz erzählt, das uns alle trägt. Simina Badeas künstlerische Handschrift ist geprägt von einer präzisen und geduldigen Arbeitsweise, die sich in meditativen Wiederholungen entfaltet, immer wachsend, nie gleich. Sie nutzt unterschiedliche Herangehensweisen, die von abstrakten Geflechten, Strukturen und Überlappungen, bis hin zu Linien reichen, welche Figuren entstehen lassen; Figuren die zueinander in Beziehung stehen und kommunizieren. Das Nebengespräch ist tiefgründiger, als das Offensichtliche. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den Zwischenraum, auf das was ungesagt bleibt, auf die Ebene darunter. Ornamentale Muster werden lebendig, im Spannungsfeld zwischen Transparenz und Verdichtung, zwischen Bewegung und Ruhe ...

Michael Hedwig, aus Lienz in Osttirol stammend, lebt ebenfalls in Wien und temporär in Lienz. Er ist für seine kraftvollen, oft symbolisch aufgeladenen Arbeiten bekannt. Seine zum Teil monumentalen Wer-ke finden sich im öffentlichen Raum, wie in Wien, permanent seit 2005 in der U3-Station Stubentor oder in verschiedenen Kirchen, von Innsbruck über Wien bis Lienz, wo sein Fastentuch (11x7m) seit 2010, während der Fastenzeit, regelmäßig gezeigt wird. Der Vater Michael Hedwigs stammte, als Angehöriger der Volksgruppe der Siebenbürger Sachsen, aus Hărman/Honigberg, Nähe Brașov/Kronstadt, Rumänien. Michael Hedwig zeigt im RKI-Rumänischen Kulturinstitut Wien aktuelle Arbeiten zu den Themen Gärten und Brücken. In seinen Malereien und Aquarellen setzt er den Menschen in Beziehung zu Natur und Raum. Die Gartenbilder beschreiben Orte der Begegnung. Interaktive Figurengruppen finden sich eingebettet in Landschaften und in die Weite des Kosmos. Die Schwerkraft scheint aufgehoben. Die Brücken sind Sinnbild für Übergang und Verbindung zwischen Wirklichkeitsebenen – sie überspannen Abgründe oder erscheinen am oberen Bildrand und verbinden unterschiedliche Dimensionen.