Künstler: Kitră (Nicu Duță)
Kuratorin: Alexandra Crăsnaru Dragomir
Vernissage: Donnerstag, 28. Mai 2026, 19:00-21:00
Laufzeit: 28. Mai – 7. August 2026
Ort: Kunstgalerie des Rumänischen Kulturinstituts „Titu Maiorescu” (Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin-Mitte)
Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag, 16:00-19:00
Die Ausstellung „Dialogues of Wonder” präsentiert eine Auswahl aktueller Werke des Künstlers Kitră, dessen Praxis die Beziehung zwischen Ordnung und Ungewissheit anhand präzise konstruierter visueller Strukturen untersucht.
Seine Arbeiten basieren auf geometrischen Rastersystemen, in denen die Struktur gleichzeitig als Arbeitsmethode und als Antwort auf eine instabile Welt fungiert. Gruppiert in visuelle Zyklen, die unterschiedliche Etappen eines kontinuierlichen Erkundungsprozesses markieren, bewahren sie eine konstante Spannung zwischen Ordnung und Variation.
Der Dialog - zwischen den Werken, zwischen der künstlerischen Praxis und dem Ausstellungsraum, zwischen Künstler und Publikum - bildet den Kern dieser Untersuchung, was sich auch im Titel der Ausstellung widerspiegelt. Derenglische Begriff wonder, der zugleich Neugier und Zweifel impliziert, beschreibt einen Zustand der gemeinsamen Erkundung von Künstler und Betrachter, in dem visuelle Ordnung zum Instrument der Entdeckung und Reinterpretation wird.
Die Ausstellung vereint Zeichnung, Malerei, Fotografie, und eine raumspezifische Intervention und zeigt, wie sich die formale Sprache des Künstlers je nach Medium verwandelt. Im Rahmen der Ausstellung ist das Publikum eingeladen, dem Künstler Fragen zu stellen, deren Antworten anschließend online veröffentlicht werden und so den Dialog über den Galerieraum hinaus zu verlängern.
Kitră (Nicu Duță) (geb.1981) wuchs in einem postrevolutionären Klima auf, das seine visuelle Sprache, durch die Verwendung lebhafter, kontrastreicher Farben sowie ein Streben nach Ordnung und formaler Klarheit, nachhaltig prägte. Nach seinem Studium an der Nationalen Universität der Künste in Bukarest verlagerte sich sein Schwerpunkt von der Arbeit im öffentlichen Raum hin zur Atelierpraxis, auf der Suche nach einem intimeren Rahmen für Experimente und einen beständigeren künstlerischen Ausdruck. Seit über einem Jahrzehnt lebt und arbeitet Kitră in Berlin. Dort entwickelt er eine abstrakt-geometrische Formelsprache, beeinflusst von Stadtlandschaften, Industriedesign und digitalen Medien in der die Strenge visueller Systeme mit Variation und Experiment koexistiert. Sein Ausstellungsweg umfasst sowohl Soloprojekte als auch internationale Beteiligungen, darunter „Structures of Solitude” (Frizz23, Berlin, 2022) und „Signscapes” (Donnerstag Gallery, Berlin, 2022). Zudem war er beim Gallery Weekend Berlin (Gelbe Seiten, 2025), der Völklingen Urban Art Biennale (Camouflage, 2024) sowie auf der Positions Berlin Art Fair in Zusammenarbeit mit Hilgemann Artvertreten. Weitere aktuelle Projekte umfassen „New Perspectives”(New&Abstract Gallery, 2025), der Losito Kunstpreis (die Galerie), „Electro” (Kulturnetzwerk UW), „Notes to Myself” (SupaLife, Einzelausstellung), „Under the House” (ARCUB, Bukarest) und „Still Stand” (Kunstmuseum Craiova, 2023). 2019 wurden seine Werke in der Ausstellung „Post System Geometry” im Museum für Zeitgenössische Kunst (MARe) in Bukarest gezeigt und anschließend in dessen ständige Sammlung aufgenommen.
Alexandra Crăsnaru Dragomir (geb. 1979) ist eine in Berlin ansässige Kuratorin, Kulturmanagerin und Ausstellungsproduzentin, deren Praxis auf interdisziplinäre Projekte und zeitgenössische kuratoriale Formate ausgerichtet ist. Ihr Werdegang verbindet verbindet Drehbuchschreiben und Filmkritik (UNATC Bukarest, 2002) mit Studien in Marketing und Kommunikation am Istituto Europeo di Design in Rom (2004). Derzeit vertieft sie ihre Expertise im Masterstudiengang Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Zwischen 2015 und 2022 war sie am Rumänischen Kulturinstitut Berlin tätig, wo sie Programme in den Bereichen Bildende Kunst, Film und interdisziplinäre Projekte koordinierte und als Co-Kuratorin die Ausstellungen „In search of God: Religious Confessions in Romania” (Remus Țiplea, 2018), und „The Time Between” (Ioana Moldovan, 2018) verantwortete. Seit 2023 ist sie freiberuflich tätig und kooperiert mit internationalen Institutionen und Festivals. In diesem Rahmen kuratierte sie die Ausstellung „Modern Agora” (Andrei Pungovschi, 2023) die im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography im RKI Berlin präsentiert wurde. Zudem war sie für die Planung, Koordination und Umsetzung von Ausstellungsprojekten bei Ars Electronica in Linz verantwortlich, darunter die „Ars Electronica Gardens Exhibition” (2023), „State of the ART(ist)” (2024) und die „Ars Electronica Features Exhibition” (2024).