”Ein Schriftsteller und der Preis seiner Wahrheit: 41 Jahre seit dem Tod von Marin Preda”

Ein Schriftsteller und der Preis seiner Wahrheit 41 Jahre seit dem Tod von Marin Preda

Datum: 20. Mai 2021

Uhrzeit: 19.00

Wo: Zoom und Facebook Platttform des RKI Berlin

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Gespräch mit der Schriftstellerin und Literaturhistorikerin Mariana Șipoș


Unter den Schriftstellern der historischen Zeitspanne 1945 - 1989 in Rumänien, unterscheidet sich Marin Preda deutlich durch drei Hauptelemente: Qualität, Kühnheit und Popularität. Einige seiner wichtigsten literarischen Werke beziehen sich direkt oder indirekt auf Deutschland. Die Aussage am Ende des ersten Bandes von "Moromeţii", "der Zeit ging die Geduld aus" sowie der gesamte Band "Delirium" haben mit den Auswirkungen und Konsequenzen des Zweiten Weltkriegs auf Rumänien zu tun, und implizit mit Deutschland. Die deutsche Öffentlichkeit kennt das Schaffen, die Persönlichkeit und Rolle von Marin Preda nur in sehr geringem Umfang, durch einige isolierte Übersetzungen, sowie mittels der beiden deutschen Ausgaben des Romans "Delirul”, in der DDR veröffentlichten im "Verlag der Nation", 1984, übersetzt von Elga Oprescu unter dem Titel "Delirium", und in Bukarest, im Kriterion-Verlag, 1980, unter dem Titel "Der große Wahnsinn", übersetzt von Werner Söllner. Zusammen mit der Schriftstellerin und Literaturhistorikerin Mariana Şipoş, Autorin einer Monographie über Marin Preda, unternimmt das RKI Berlin eine Präsentation des großen rumänischen Schriftstellers für die gegenwärtige deutsche Öffentlichkeit, zumal am 16. Mai sich der Todestag des großen Schriftstellers, unter bis heute nicht vollständig geklärten Bedingungen, zum 41. Mal jährt.

MARIANA SIPOȘ ist Schriftstellerin (Mitglied des Schriftstellerverbandes, sowie Mitglied der Geschäftsführung der Filiale Bukarest Prosa), Übersetzerin aus dem Spanischen, Literaturkritikerin und Historikerin. Von 1995 bis 2005 war sie Produzentin von Kulturprogrammen und Moderatorin von Live-Sendungen im Rumänischen Fernsehen. Botschafterin Rumäniens in Kolumbien, zwischen 2006 und 2010. Akkreditierte Forscherin beim Nationalen Rat für das Studium der Archive der Securitate; Mitglied der Redaktion der Zeitschrift SERTA (Zeitschrift für ibero-romanische Poesie und poetisches Denken) in Madrid; Sie veröffentlichte eigene Prosabände, sowie Übersetzungen von spanischen und lateinamerikanischen Schriftstellern, darunter: Mario Vargas Llosa, Maria Zambrano, Héctor Abad, Fernando Vallejo, Clara Usón und Javier Cercas. Der Roman „Gang über Wasser” erreichte 2016 seine dritte Auflage. Sie veröffentlichte mit großem Erfolg journalistische Untersuchungen zur Literaturgeschichte: Marin Preda (Leben und Tod eines Schriftstellers in Verhören, Protokollen, Securitate-Archiven und Fotodokumenten), 2. Auflage: Eikon Verlag, 2017; Das Schicksal eines Dissidenten: Paul Goma, 2. Auflage: Eikon Verlag, 2014; Sie drehte Dokumentarfilme über Mario Vargas Llosa, Paul Goma und Marin Preda.