JUGENDORCHESTER RUMÄNIEN - MOLDAWIEN BEIM YOUNG EURO CLASSIC FESTIVAL

Ort: Gendarmenmarkt 2, 10117 Berlin.

Uhrzeit: 20.00.

+ Dirigent: Cristian Mandeal

+ Solist: Andrei Ioniță (Violoncello)

Voll aus dem reichen osteuropäischen Musikrepertoire schöpft das Konzert des Jugendorchesters Rumänien-Moldawien, unter der Leitung von Dirigent Cristian Mandeal. Das Konzert findet am 26.08 im Großen Saal des Konzerthauses statt.

Program:

George Enescu, Suite Nr. 1 C-Dur op. 9 (1903)

Piotr I. Tchaikovsky, Variationen über ein Rokoko-Thema op. 33 (1877)

Sergei Prokofiev, "Romeo und Julia", Suite op. 64 (1936)

Tickets finden Sie hier.

Das Jugendorchester Rumänien-Moldawien kommt 2016 erstmals zum Festival Young Euro Classic. Gegründet 2014 von Marin Cazacu, künstlerischer Leiter des Rumänischen Jugendorchesters, und dem Dirigenten Cristian Mandeal, gab es sein Debüt mit großem Erfolg im Februar 2015 im Rumänischen Athenaeum in Bukarest. Der Name ist Programm: Etwa drei Viertel der 90 Musikerinnen und Musiker zwischen 17 und 25 Jahren spielen auch im Rumänischen Jugendorchester, ein Viertel schickt das Jugendorchester der Republik Moldawien. Diese beiden Ensembles sind ebenfalls noch jung; das rumänische Jugendorchester wurde 2008 gegründet, das moldawische 2013. Die Kooperation der Orchester hat auch eine starke politische Tragweite, sind doch die Beziehungen zwischen beiden Ländern durch negative Erfahrungen zu Zeiten des Kommunismus und der Sowjetunion (der Moldawien nach dem Zweiten Weltkrieg zugeschlagen wurde) bis heute belastet.

Cristian Mandeal ist seit über 40 Jahren sowohl in Rumänien, als auch im Ausland als Dirigent tätig. Von 1987 bis 2009 war er Chefdirigent und Generalmusikdirektor der Bukarester Philharmonie. Neben rumänischen Orchestern leitete er namhafte Orchester in der ganzen Welt (Israelian Orchestra Haifa, Haydn Orchester Bolzano und Trento, Baskisches Nationalorchester San Sebastian) und war bis 2009 Erster Gastdirigent des Hallé Orchestra in Manchester, sowie bis 2013 des Philharmonischen Orchesters Kopenhagen. Dabei dirigierte er über 60 Uraufführungen rumänischer und nicht-rumänischer Komponisten. Unermüdlich setzt sich Mandeal vor allem für das Werk seines Landsmanns George Enescu ein, dessen gesamtes symphonisches Schaffen er auf CD aufgenommen hat.

Andrei Ioniţă studiert derzeit noch an der Universität der Künste in Berlin bei Jens-Peter Maintz. Und dennoch ist der 22-Jährige schon auf dem Weg zur großen Karriere: Im Juni 2015 gewann er den 1. Preis beim prestigeträchtigen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau; seitdem reiht sich eine Einladung an die andere, z. B. für Konzerte mit Valery Gergiev in St. Petersburg, München, Baden-Baden und London. Ionitas Erfolg kam nicht überraschend; schon 2014 erspielte er sich zweimal den 2. Preis, jeweils beim ARD-Wettbewerb in München und beim Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin. Er ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und spielt auf einem Rogeri-Violoncello von 1671.