Aurel Vlad | Silent Witness | Anaid Art Gallery | 22.07.-10.09.2016

„SILENT WITNESS" erzählt über das Schweigen. Oft impliziert das Schweigen ein ungehörtes Geschrei, einen Wunsch nach Freiheit und auch Machtlosigkeit. Es gibt Momente, in denen das Schweigen mehr als tausend Worte und dadurch einen inneren Kampf ausdrücken kann und einen psychologischen Druck auslöst, unter dem sich die Figur gefangen fühlt. Das Schweigen ist kein Synonym der Stille: Die Stille bedeutet Friede, Gleichmut, Aussöhnung, währenddessen das Schweigen Aufruhr und Einschränkung verbirgt. Das Schweigen kann töten. Die Ausstellung berichtet über die conditio humana und die in ihr existierenden Unsicherheiten, Wünsche, Schrecken, Hochflüge und Abstürze. Der Schatten ist der schweigende Zeuge, der Schatten ist derjenige Zustand, der uns überall begleitet. Der Schatten übernimmt die Form der Körpers, er erinnert uns  daran, dass wir lebendig, doch im Schweigen, sind.

Diesen in verkrüppelten, gequälten Posen festgehaltenen Körpern, die sich von der inneren Unruhe befreit zu sein wünschen, kommen die Schatten aus Zinkblech zum Schutz. Der Mensch und sein Schatten ist vielleicht eine der tragischsten Darstellungen. Der  Schatten ist ein steter Begleiter des Menschen in einem endlosen Schweigen, der Schatten antwortet dem Menschen niemals, doch es ist der Schatten, der den Menschen nie alleine lässt.

Die Skulpturen von Aurel Vlad bieten die Möglichkeit, heilige Geschichten durch persönlichen Unruhen neu zu schreiben und wiederzubeleben.

Kuratorin Diana Dochia

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