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Buchpräsentation „Wir setzen das Gespräch fort. Briefwechsel eines Juden aus der Bukowina mit einem Deutschen aus Siebenbürgen“ von Manfred Winkler und Hans Bergel

Montag, 28 november 2011  18:30



Buchpräsentation
„Wir setzen das Gespräch fort. Briefwechsel eines Juden aus der Bukowina mit einem Deutschen aus Siebenbürgen“
von Manfred Winkler und Hans Bergel am Montag, dem 28. November 2011, um 18.30 Uhr, in der Botschaft von Rumänien, Dorotheenstraße 62-66, 10117 Berlin.

Hans Bergel wurde 26. Juli 1925 in Râşnov/Rosenau in Rumänien geboren. Aus politischen Gründen war er dreimal inhaftiert. Im sogenannten „Prozess der deutschen Schriftstellergruppe“ (15. September 1959) in Kronstadt wurde er zu 15 Jahren Gefängnis und Zwangsarbeit verurteilt. 1964 aus der Haft entlassen, war er zeitweilig Orchestermusiker in Kronstadt. 1968 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland aus. Er lebt als freiberuflicher Autor und Publizist in Gröbenzell bei München. Hans Bergel hat über 40 Bücher publiziert: Romane, Erzählungen, Gedichte, politische, literatur-, kultur- und kunsthistorische Essays.



„Wir setzen das Gespräch fort. Briefwechsel eines Juden aus der Bukowina mit einem Deutschen aus Siebenbürgen“, Frank & Timme Verlag, 2011: Fast vier Jahrzehnte nach ihrer ersten Begegnung bei einem Schriftstellertreffen in Bukarest 1956 führte der Zufall die Autoren Manfred Winkler und Hans Bergel von Neuem zusammen. Beide stammen aus östlichen Provinzen der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie, aus der Bukowina und Siebenbürgen, zu deren Kulturbild die deutschsprachige Literatur einst wesentlich beitrug. Ihre Briefe seit der Wiederbegegnung geben Einblick in ungewöhnliche Lebensläufe zweier Dichter vor dem Hintergrund politisch-gesellschaftlicher Bedingungen und künstlerischem Schaffen. Manfred Winkler emigrierte Ende der 50er Jahre nach Israel, Hans Bergel wanderte nach seiner Verurteilung aus politischen Gründen und langjähriger Haft im stalinistischen Rumänien 1968 nach Deutschland aus. Der Briefwechsel zwischen den Schicksalsgenossen ist ein in der Literatur Südosteuropas einzigartiges Dokument geistigen Austauschs zu Fragen der Dichtung, Philosophie, Religion und Politik. Er bezeugt auch – weit hinausgehend über kollegiale Empathie – die tiefe freundschaftliche Verbundenheit und Geistesverwandtschaft zweier Emigranten, die unterschiedliche Lebenswege gingen. Der eine, Manfred Winkler, fand eine neue Heimat in Israel, dem „Land der Väter“, der andere, Hans Bergel, blieb, auf der Suche nach dem sprachlichen Mutterland Deutschland, „ein Heimatloser“.



Praktikum im RKI Berlin      
Donnerstag, 17 mai 2012 00:38
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